Wikis zur Projektplanung

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Inhaltsverzeichnis

Die Methode

Da Wikis Schülerzentrierung fördern sind sie sehr gut geeignet, die Arbeit im Projekt zu unterstützen.

(...)

Wikis können dabei in allen Phasen -Entscheidung, Planung, Durchführung, Bewertung (vgl. Senatsverwaltung für Bildung 2006, S.11), genutzt werden.


In besonderem Maße eigenen sich Wikis, falls eine Aufwertung des Projektes durch eine nachhaltigen Ergebnissicherung erfolgen soll, also nicht nur eine Dokumentation des konkreten Projektgegenstandes sondern auch eine Dokumentation des Prozesses.


Lernen kann dann auf mehreren Ebenen stattfinden: So könnte es beispielsweise auch sinnvoll sein, anstatt eine reinen Beschreibung der Eigenschaften eines Werkstücks anzufertigen, zu dokumentieren, mit welchen konkreten Verfahren es hergestellt wurde und wie diese Verfahren durchgeführt werden. Dies führt im Anschluss zu einer erneuten Reflektion der Tätigkeiten seitens der Lernenden, da es etwas völlig anderes ist, ein Verfahren „nur“ anzuwenden, oder aber es für eine andere Person zu Dokumentieren.


Zu Beginn jedes Projekts steht eine Einigung über den konkreten Gegenstand des Projektes. Eine Ideenfindung ist mittels "Wiki-Based-Brainstorming" (vgl. Alfred Klampfer 2005), also einem Brainstorming im Wiki möglich. Die Diskussion zur Entscheidung, welche Idee umgesetzt werden soll, kann im Wiki geführt werden. Die Diskussion ist im Wiki automatisch "fixiert". So kann auch der Prozess, der zum Produkt führen soll, im Wiki niedergeschrieben werden, ebenso wie die Aufgabenverteilung unter den Schülern. Wenn das Projekt durchgeführt wurde und dann die Produktbeschreibung angefertigt wird, kann direkt auf die Argumente der vergangenen Diskussion zurückgegriffen werden um die Vorteile des Produktes zu beschreiben.


Auch die weitere Kommunikation der Teilnehmer, z.B. über Maße, kann im Wiki erfolgen und dann direkt in die Dokumentation eingehen. Wenn die Schülerinnen und Schüler auch außerhalb der Schule - etwa im Rahmen von Hausaufgaben - auf das Wiki zugreifen und diskutieren, wird diese Diskussion vermutlich sachlicher und ausgewogener ablaufen als eine direkte Kommunikation, da die Gesprächspartnerinnen und -partner nicht direkt anwesend sind und mehr Zeit vorhanden ist, um den eigenen Standpunkt abzuwägen. Da die Diskussion bereits im Internet geführt wird, können Informationen auch schneller überprüft und eingefügt werden. Bei der Diskussion steht durch den Einsatz des Wikis die Lehrperson nicht so sehr im Vordergrund, eine andere Lernkultur wird begünstigt.


„Nicht auf jede Frage muss sofort geantwortet werden. Der Vorteil der höheren Rationalität ist im Allgemeinen höher einzuschätzen als der vermutliche Verlust an Spontaneität im synchronen Medium mit seinen direkten reaktiven Kommunikationsstilen. Allerdings ist der Erfolg asynchroner Kommunikationsprozesse in hohem Maße von einer guten Moderation abhängig.“ Rainer Kuhlen 2004


Dieses Zitat hebt die Bedeutung der Lehrkraft als Moderator hervor. In der Praxis muss sie sicherlich sowohl Moderator als auch Initiator sein. (vgl Andreas Lund et al: Is there Space for a Teacher in a Wiki, 2006)

Umsetzung

Es sollten mehrere Seiten angelegt werden:

  • Brainstorming-Seite zu Gegenstand
  • Diskussionsseite zur Einigung
  • Projekt-Planung mit Links zu den einzelnen Projekt- Eine Seite pro

Fertigungsschritt

  • Eine Projektpräsentationsseite, optimalerweise mit Foto und/oder Video und

Links auf brauchbares, bereits erarbeitetes Material aus dem "Verlauf"

Auszug aus Jonas Osswald, (2008)[1]

Beispiele

http://www.prowiki2.org/glarnerschulen/wiki.cgi?OrdnerMusical

benötigte Medien

  • Computer mit Internetzugang zu Hause und in der Schule
  • eventuell Beamer

mögliche Sozialform

  • eher alleine, jeder vor seinem Computer
  • Gruppenarbeit mit Austausch über den Computer
  • gut geeignet für Arbeiten von Zuhause und Weiterführung von Projekten nach der Schule

mögliche Inhalte

  • jegliche Inhalte, die sich für Projekte eignen
  • wichtig ist gute Vorbereitung, Aufarbeitung und Reflektion

Lernparadigma

  • Konstruktivistisches Lernparadigma

Literatur

  1. Jonas Osswald (2008): Wikis im Arbeitslehre Unterricht - Arbeitslehre-Journal 2/2008
Persönliche Werkzeuge