Vorstellungsgespräch
Aus ArbeitslehreWiki
Inhaltsverzeichnis |
Definition
Das Vorstellungsgespräch ist das Treffen zwischen Bewerber und Arbeitgeber, bei dem der Arbeitgeber die Chance hat, den potenziellen Angestellten in einem Gespräch näher einschätzen, beurteilen und bewerten zu können und sich einen persönlichen Eindruck von ihm zu machen.
Sinn und Ziel
Der Gesprächspartner auf der Arbeiterseite will die passenden Mitarbeiter für die zu besetzenden Stellen finden, die aufgrund ihrer Fähigkeiten, Motivation und ihres Teamgeistes sowohl für das Unternehmen, als auch für die zu besetzende Stelle geeignet sind. Hierbei müssen fachliche und persönliche Qualifikationen der Bewerber erörtert und beurteilt werden. Im Vorstellungsgespräch steht vorwiegend der persönliche Eindruck im Vordergrund.
Voraussetzungen
Dem Bewerber muß nach verschicken der Bewerbung eine persönliche Einladung des Betriebes zum Vorstellungsgespräch vorliegen. Zudem ist eine strikte Kleiderordnung an der Tagesordnung. Beim Vorstellungsgespräch sollte Kleidung getragen werden, die dem Beruf und der Branche angepasst sind (wie z.B. Anzug und Krawatte, für den Fall, dass die Bewerbung an eine Bank gerichtet ist). Ungern gesehen sind ein unsauberes Auftreten, Sportschuhe, Piercings im Gesicht, aber auch Kleidung bei Frauen, die körperliche Reize allzu sehr zur Schau stellen (wie z.B. ein Minirock oder ein bauchfreies Top).
Ablauf
Der zeitliche Rahmen kann recht unterschiedlich sein. Je nach Unternehmen und Position liegt die Spannweite etwa zwischen 20 und 90 Minuten. Um herauszufinden, wie gut der jeweilige Bewerber für die zu besetzende Stelle geeignet ist, wird der Arbeitgeber über weite Teile des Vorstellungsgesprächs Fragen stellen. Er übernimmt also vorwiegend die Gesprächsführung.
Meist werden Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt, wie z.B. Fragen zu Lebenslauf, Schulbildung und Berufspraxis, Wissensstand und Persönlichkeit.
Lücken im Lebenslauf werden ebenso gerne hinterfragt wie das Zustandekommen von Noten im Zeugnis, Lieblingsfächer und die Entwicklung der schulischen Leistungen in den letzten zwei oder drei Jahren. Der Bewerber wird aufgefordert, mehr über seine Hobbys und Freizeitinteressen zu erzählen und ebenso über Nebenjobs oder Praktika, die er eventuell neben der Schule gemacht hat.
Wenn ein Unternehmen mehr über die Allgemeinbildung oder das Fachwissen des Bewerbers erfahren will, als den jeweiligen Zeugnissen zu entnehmen ist, kann es dies natürlich vorab in einem entsprechenden Test oder auch Assessment-Center abprüfen. Aber auch in einem Vorstellungsgespräch können Wissensfragen gestellt werden. Gerade Banken, Sozialversicherungen und Behörden rufen gerne das Interesse an Politik und Wirtschaft des Bewerbers ab. Daher ist das lesen von seriösen Tageszeitungen sowie das verfolgen von täglichen Nachrichtensendungen unentbehrlich um sich über Aktualitäten der jeweiligen Bereiche auf den neuesten Stand zu bringen.
Desweiteren kann der Arbeitgeber dem Bewerber neben den Fragen zum Wissensstand ebenso Fragen zur Persönlichkeit stellen, Fragen zur Selbsteinschätzung des Bewerbers, in welchen Bereichen seine Stärken, in welchen seine Schwächen liegen, was ihn zur Wahl des jeweiligen Berufes geführt hat und welche Anforderungen er an den Betrieb und an auch sich selbst hat. Bei Fragestellungen des Arbeitgebers wird jedoch zwischen Fragen, die gestellt und die nicht gestellt werden dürfen, unterschieden. Grundsätzlich darf einen Arbeitgeber nur interessieren, was den Bewerber für die zu besetzende Stelle qualifizieren kann. Persönliche Fragen dürfen nur gestellt werde, wenn sie für den jeweiligen Arbeitsbereich von Wichtigkeit sind. Neben den Fragen, die der Arbeitgeber stellt, gibt es dementsprechend auch Fragen, die der Bewerber stellen kann, in denen er seine Erwartungen vom Betrieb formulieren und seine künftigen Aufgaben im jeweiligen Bereich hinterfragen und dementsprechend näher erläutert kriegen kann.
Lehrende Statements der Lehrenden, Experten und Expertinnen zur Qualität:
- --Kristina Köhnlein: Dieser Artikel muss hinsichtlich Zitiertechnik, Quellennachweisen, Verlinkungen und Kategorisierung übearbeitet werden.

