Unterschiede zwischen Frauen um die 20 mit höherer und mittlerer oder geringer Schulbildung
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20- jährige Frauen mit höherer Schulbildung - Abitur, Hochschulreife
Welche Unterschiede in der Berufswahl und Zukunftsorientierung gibt es bei 20-jährigen Frauen mit unterschiedlicher Schulbildung? Diese Unterschiede gilt es im Folgenden mit Hilfe zweier Studien, zu einem eine Exklusivstudie für das BMFSFJ und zum anderen die Shell Studien, auf zu zeigen.
Soziale Herkunft
Zwanzigjährige Frauen mit höherer Schulbildung haben ihren lebensweltlichen Schwerpunkt in den Sinus –Milieus bei den
- „Etablierten“
- „Postmateriellen“
- „Modernen Performer“
- einige wenige bei den „Experimentalisten“ und in der „ Bürgerlichen Mitte“
Zukunftsaussichten
Sie stehen auf der Schwelle an der sie sich für ihren zukünftigen Weg entscheiden müssen. Abitur in der Hand aber was nun? Ausbildung, ein freiwilliges soziales Jahr oder doch gleich studieren? Trotz dieser Fragen blicken sie optimistisch und voller Vorfreude in ihre Zukunft. Sie sind der Überzeugung ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können und sich frei entscheiden zu können was für eine berufliche Laufbahn sie einschlagen wollen. Frauen um die 20 mit höherer Schulbildung haben, trotz vorhandener Zukunftsängste, welche sich hauptsächlich darauf beziehen was sie beruflich tun möchten, Vertrauen in ihre eigenen Kräfte. Das liegt vor allem daran, dass sie ihre Interessen und Talente kennen. Ihr übergeordnetes Ziel ist ein befriedigendes, ausfüllendes, selbstbestimmtes und abwechslungsreiches Leben zu führen. Sie haben keinen festgelegten und voraussehbaren Lebensplan. Für sie ist Arbeit nicht nur reines Geldverdienen, es ist Frauen mit höherer Schulausbildung wichtig eine gute Ausbildung zu finden, einen Beruf der ihnen die Möglichkeit von Aufstieg bietet, in dem sie Gestaltungsfreiheit und die Möglichkeit haben sich selbst zu verwirklichen und zur persönlichen Weiterentwicklung.
Familienplanung
Die Familienplanung bei Frauen um die 20 mit allgemeiner Hochschulreife ist zwar vorhanden, wird aber für die berufliche Verwirklichung auf einen unbestimmten Zeitraum nach hinten verschoben. Sie sind der Überzeugung, dass sie die Herausforderung Kind und Erfolg im Beruf meistern können auch wenn es an der Vorstellung der konkreten Umsetzung fehlt. Sie wollen „ zunächst“ einmal zu hause bleiben und sich um das Kind kümmern und „bald“ wieder den Job aufnehmen. Sie sehen ein breites Spektrum an Möglichkeiten wie die Lebensgestaltung mit einem Kind umgesetzt werden könnte, es geht von der Hausfrau und Mutter bis hin zur „Karrierefrau“ mit Tagesmutter.
20- jährige Frauen mit mittlerer oder geringer Schulbildung
Soziale Herkunft
Zwanzigjährige Frauen mit mittlerer oder geringer Schulbildung haben im Gegensatz zu ihren Geschlechtsgenossinnen höherer Schulbildung ihren lebensweltlichen Schwerpunkt in den Sinus- Milieus in
- „ Bürgerlichen Mitte“
- „ Konsummaterialisten“
- „ Hedonisten“
- „ Experimentalisten“
Zukunftsaussichten
Diese Frauen stehen auf der Schwelle von der Ausbildung in das Erwerbsleben, haben also schon die ersten Entscheidungen für ihre berufliche Laufbahn getroffen. Partnerschaft und Familiengründung sind gewünschte Bestandteile ihrer Zukunft, an die auch sie mit einer relativ klaren Vorstellung herangehen. Ihnen ist die derzeitige Arbeitsmarkt Situation bewusst und sind deshalb bemüht einen guten Abschluss zu machen um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Es ist jedoch auffällig, dass anders als bei Gleichaltrigen mit einem höheren Abschluss ihre Ambitionen Karriere zu machen kaum vorhanden sind.
Sie haben ihre Ziele vor allem darin, einen möglichst unbefristeten Job zu finden der sie nicht überfordert, ihnen ein finanzielles Auskommen sichert und ein angenehm vorherrschendes Betriebsklima. Bei ihnen ist die Berufsperspektive mit dem Anspruch der Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung kaum ausgeprägt. Sie bevorzugen Berufe aus dem sozialen und pflegerischen Bereich, wie zum Beispiel Erzieherin oder Krankenschwester. Arbeit ist für sie weniger Selbstzweck als vielmehr ein notwendiges Mittel für die materielle und soziale Unabhängigkeit. Den jungen Frauen aus der „ bürgerliche Mitte“ ist es im Gegensatz zu anderen gleichen Abschlusses wichtig einen Beruf zu haben, welcher ihnen ein gewisses gesellschaftliches Ansehen verschafft und ihnen Chancen des Aufstieges sichert, weniger für ihre eigene Selbstverwirklichung, als vielmehr für die Realisierung ihrer Wünsche nach einem Haus mit Garten für ihre kleine Familie. Jedoch sitz die Angst bei ihnen so tief, diese mit ihrem Einkommen auch wirklich realisieren zu können, sodass sich ein weiter Graben zwischen den eigenen Zielen und dem was in der Gesellschaft realistisch erscheint zieht.
Familienplanung
Frauen um die 20 mit mittlerer bis geringer Schulbildung haben was die Familienplanung angeht eine klarere Vorstellung als ihre gleichaltrigen Geschlechtsgenossinnen mit höherer Schulbildung. Bei ihnen steht nicht der Job sonder die Familie deutlich im Vordergrund, so suchen sie sich einen solchen der ihnen das Versorgen einer Familie sichert. Oberste Priorität bei der der Berufswahl ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben.
Aufgaben der Berufsorientierung im Unterricht
Für Schülerinnen mittlerer oder geringer Schulbildung ist es wichtig, ihnen aufzuzeigen, wo ihre Stärken liegen, mit ihnen gemeinsam nach Interessen zu suchen und nach möglichkeiten, wie sie diese in der Berufswahl einbeziehen können.
Quellen
- ↑ <references/http://www.kshg-muenster.de/index.php?myELEMENT=118063>
http://www.shell.com/home/content/de-de/society_environment/jugendstudie/2006/dir_jugendstudie.html
20-jährige Frauen und Männer heute Lebensentwürfe, Rollenbilder, Einstellungen zur Gleichstellung, Herausgeber:Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Oktober 2007), Autoren:Katja Wippermann,Dr. Carsten Wippermann
Lehrende Statements der Lehrenden, Experten und Expertinnen zur Qualität:
- --Kristina Köhnlein: Dieser Artikel ist gut, muss aber wegen fehlender Zitiertechnik überarbeitet werden. Verbesserungen möglich: Einleitungssatz, Erklärungen zu Sinus-Mileus.


