Rosemarie von Schweitzer
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Rosemarie von Schweitzer setzt sich für die weitergehende Forschung zur Hausarbeit ein und fordert parallel die Aufnahme der Haushaltswissenschaften in das allgemein bildende Schulsystem. Sie sieht eine Notwendigkeit, darin den privaten Haushalt als Gegenstand einer neuen Wissenschaft aufzubauen, um die wissenschaftliche und öffentlich gesellschaftliche Herabsetzung abzubauen.
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Leben und Wirken
Die Haushaltswissenschaftlerin Rosemarie von Schweitzer wurde am 09. November 1927 in Krems a. d. Donau geboren. Ihre schulische Bildung begann mit einer zweijährigen praktischen Ausbildung in der landwirtschaftlichen Hauswirtschaft, eine pädagogische Ausbildung am Staatsinstitut für den landwirtschaftlichen Unterricht folgte und 1957 absolvierte von Schweitzer ein Studium der Soziologie, der Philosophie, der Erziehungswissenschaften und der Agrarökonomie. Im Jahr 1962 promovierte sie in Bonn zum Dr. Phil. und arbeitete anschließend am landwirtschaftlichen Beraterseminar auf Schloss Rauischholzhausen. Am Institut für Wirtschaftslehre der Haushalt- und Verbraucherforschung der Justus-Liebig- Universität in Gießen erhielt sie 1968 ihre Habilitation. Den Lehrstuhl für Wirtschaftslehre der Haushalt- und Familienforschung übernahm sie ein Jahr darauf, wobei ihr Schwerpunkt in der Haushaltsanalyse und –planung lag. Sie gestaltete den Studiengang Ökotrophologie maßgeblich mit und förderte das Ansehen des Faches in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Sie entpflichtete sich schließlich ihrer Professur 1992. Von Schweitzer ist Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Verbände der Bereiche Haushalt, Familie u. Agrarwirtschaften sowie der Sachverständigenkommissionen zur Erstellung des 3., 4. und 6. und als Vorsitzende des 5. Familienberichts. Rosemarie von Schweitzer engagiert sich immer für die Frauen in Haushalt und Familie und nimmt des Weiteren oft eine Vermittlerposition zwischen den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ein. Ihre Veröffentlichungen und Forschungsschwerpunkte liegen bei der Theorie des haushälterischen Handelns, der Haushaltsanalyse und –simulation, der interkulturellen Haushaltsvergleiche und der sozialökonomischen sowie familienpolitischen Fragen von Frauen. Im Jahr 2003 erhielt sie für ihr großes Engagement das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Veröffentlichungen
- Vom Oikos zum modernen Dienstleistungshaushalt,1997
- Haushaltsanalyse und Haushaltsplanung,1968
- Haushaltsführung, 1983
- Regionale Lebensbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und in den Ländern der Dritten Welt, 1984
- Einführung in die Wirtschaftslehre des privaten Haushalts, 1991
- Entwicklung ländlicher Räume aus europäischer und regionaler Sicht, 1989
- Die Familienhaushalte im wirtschaftlichen und sozialen Wandel, 1976
- Lehren vom Privathaushalt, 1988
- Der rationale Weg von den Bedürfnissen oder Wünschen zum Bedarf und zum Kaufentscheid, 1971
- Zeitbudgeterhebungen, 1990
- Die "werteschaffenden Leistungen" und Belastungen durch Familientätigkeiten, 1995
- Strukturwandel in der Haushaltsproduktion, 1995
- Leitbilder für Familie und Familienpolitik, 1981
- Die Fremdenbeherbergung auf Bauernhöfen als Möglichkeit des Zuerwerbs in der Höhenlandwirtschaft, 1965

