Jugendverschuldung

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Schuldenfalle Handy

Der Besitz eines Handys ist nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche zur Normalität geworden. Bereits bei den 10- bis 11-Jährigen besitzen beinahe 64% ein eigenes Handy, bei den 12- bis 14-Jährigen sind es dann schon 91%. Bei den 15- bis 18-Jährigen besitzt nur 1% kein Handy. 12 % dieser Gruppe sind sogar im Besitz mehrerer Handys. Für mehr als die Hälfte der jugendlichen Handybesitzer 60 % stellt es offenbar kein Problem dar, dass ein angemeldeter Handyvertrag mit monatlichen Kosten verbunden ist. Bei 53 % der 15- bis 18-Jährigen steigt die Höhe der Handykosten nicht über 20 Euro. 27 % haben monatlich bis 40 Euro zu bezahlen. Rund 10% der Jugendlichen haben Handykosten bis 60 Euro, wobei dies zu 75% Auszubildende sind. Wer bezahlt die Handyrechnungen der restlichen Jugendlichen. 60% der Jugendlichen bezahlen ihre Rechnungen selber, entweder von der Ausbildungsvergütung oder dem Taschengeld. Bei den verbleibenden 40 % übernehmen in 56 % der Fälle die Eltern die Rechnungen vollständig, bei 44 % beteiligen sich die Eltern teilweise. Rund 40% der Jugendlichen haben persönlich keine spürbaren Kosten für die Nutzung des Handys. 3 % der Jugendlichen wissen nicht, wie hoch ihre Rechnungen sind. Quelle: http://berufskolleg-euss.de/projekte/projekte/verschuldung/werbung/verschuldung.htm


Umgang mit dem Handy können Minderjährige generell keine Schulden anhäufen, da Vertragsanbieter keine Verträge mit Minderjährigen eingehen dürfen. Das Entstehen von Schulden über Handys ist, in den meisten Fällen auf das Nichtzahlen der monatlichen Gebühren zurück zu führen. Viele Eltern greifen daher auf „PrePaid-Karten“ zurück, um die Telefonkosten ihrer Kinder auf diesem Weg zu verringern. Eine Problematik liegt in den Abonnements für Logos, Klingeltöne und andere ähnliche Extras für Handys. Die dadurch entstehenden Kosten werden von PrePaid-Karten und Vertragstelefonen gleichermaßen abgebucht. Abrechnung von Mobiltelefonen die offiziell auf den Namen der Eltern laufen und am Ende eines Monats zu bösen finanziellen Defiziten führen, liegen in der Verantwortung der Eltern, da sie das Handy ihrem Kind überlassen haben. Quelle: http://www.learnline.de/angebote/jugendgeld/modul/schulden.htm


Taschengeld – ein Erziehungsmittel?

Für die meisten Jugendlichen ist Taschengeld die wichtigste Einkommensquelle. Zu gleich ist es für viele Eltern ein Erziehungsmittel, um ihren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Geld bei zu bringen. Rund 80% der Jugendlichen im Alter von 10- bis 11-Jahren bekommen regelmäßig Taschengeld von ihren Eltern, Großeltern oder Verwandten. Bei den 12- bis 14-Jährigen sind es knapp 90%, bei den über 15-Jährigen (Lehrlinge nicht mitgerechnet) bekommen 95% regelmäßig Taschengeld. Mit dem Alter der Jugendlichen sinkt die Konsequenz der Eltern, wenn das Taschengeld nicht reicht. 64% der 10- bis 11-Jährigen mit dem Taschengeld auskommen. Die restlichen 36% bekommen bei Bedarf eine Nachzahlung. Von diesen 36% muss die Hälfte diesen Anteil zurückzahlen. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren müssen rund 40 % mit ihrem Taschengeld auskommen. 60% der Jugendlichen bekommen demnach zusätzliches Geld von den Eltern, wobei nur ein Viertel von diesen das mehr gezahlte Geld zurückzahlen muss. Der gewünschte Lernerfolg geht somit verloren, vielmehr lernen die Jugendlichen schon in ihrer Jugend, dass man durchaus auch mehr ausgeben kann, als man zunächst zur Verfügung hat. Die finanzielle Situation der Jugend wird nicht nur durch die Höhe des Taschengelds bestimmt. Viele Jugendliche erhalten zum Geburtstag und zu Weihnachten üppige Geldgeschenke. Bei 95% der befragten Jugendlichen ist es Normalität, zu Weihnachten oder zum Geburtstag Geld geschenkt zu bekommen. Die Großeltern stehen dabei an erster Stelle, gefolgt von Verwandten und an dritter Stelle folgen erst die Eltern. Die Höhe der Geldbeträge ist dabei nicht unerheblich. 30% der 15- bis 18-Jährigen bekommen zum Geburtstag und auch zu Weihnachten zwischen 100 und 200 Euro geschenkt. Quelle: www.familienhandbuch.de/Cmain/f_Aktuelles/a_Erziehungsfragen/s_231.html


Schuldenprävention in der Schule

Da viele Schüler nur unzureichend gelernt haben mit einem beschränkten Betrag an Geld auszukommen, könnte der Schlüssel zur Prävention in den Schulen liegen. Diese allgemeine Prävention in den Schulen kann durch entsprechend geschulte Lehrer und Lehrerinnen durchgeführt werden. Die Lehrkräfte könnten Unterstützung durch einschlägiges, altersgemäßes Unterrichtsmaterial erhalten und mit der Schufa und der Schuldnerberatung zusammenarbeiten. Die Lerninhalte reichen von der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum, über die Aufklärung bezüglich der Langzeitbelastung beim Kauf auf Kredit, bis hin zu den Gefahren von Bürgschaften. Eine Verankerung in den Lehrplänen wäre wünschenswert. Kritiker werden sagen, dies sei Aufgabe der Eltern, jedoch zeigt die Realität das in diesem Bereich Nachholbedarf besteht.

Zudem wäre eine Weiterbildung für die Eltern in der Konsumerziehung möglich und nötig, da viele Eltern mit diesem Thema überlastet scheinen. Quelle: www.re-creation.ch/Feuerthaler%20Anzeiger%2013.4.06.pdf


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Schuldenprävention im Unterricht

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