Haushaltstechnisierung
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Haushaltstechnisierung
Eine Rationalisierung der Hausarbeit geht mit einer gewissen Technisierung der Hausarbeit einher. Denn durch die Nutzung der meist maschinellen Erfindungen konnten ebenfalls Einsparungen von menschlicher Arbeitskraft und -zeit erreicht werden, was für den Vorgang der Rationalisierung als charakteristisch gilt. Die Anfänge der „modernen“ Haushaltstechnik sind im ausgehenden 19. Jahrhundert anzusiedeln. Sie stehen in Verbindung mit der Entwicklung, Verteilung und Anwendung der Energieträger Gas und Strom.[1] Im Zuge der industriellen Revolution trennt die rasch fortschreitende Urbanisierung die Hauswirtschaft endgültig von der Erwerbsphäre ab.[2] (Vor Beginn der Industrialisierung ist keine strikte Trennung von Hausarbeit und dem so genannten Produktionsbereich zu beobachten.[3]) „Der ,moderne Haushalt’ entsteht als wesentliche Voraussetzung für die Haushaltstechnisierung. Diese nimmt ihren Anfang u. a. mit dem Ausbau neuer städtetechnischer Infrastruktursysteme, der zentralen Wärmeversorgung [sowie] der Gas- und Stromversorgung.“[4]
Im Jahr 1951 wurde eine der bedeutendsten Erfindung für die Haushaltstechnisierung vorgestellt: der erste Waschvollautomat.
- Waschvollautomat der Firma Constructa aus den 1950er Jahre (Foto) [1]
„Constructa ist die erste Waschmaschine mit Bullauge im deutschen Markt. Ein zentnerschweres Monstrum mit 6 kW-Drehstrom-Motor, das 225 Liter Wasser pro Waschprogramm frißt [!] und mit 4 Steinschrauben auf einem Betonsockel befestigt werden muß [!]. Der Preis: 2.280 Mark. So viel wie ein Kabinenroller.“[5]

