Früherkennung von Qualifikationsbedarf
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Die Wirtschaft in Deutschland befindet sich derzeit in einem dynamischen Entwicklungsprozess und ist somit vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Innovative Veränderungen, zum Beispiel im Bildungsbereich, sind zwingend notwendig. Experten sehen sich daher vor die Frage gestellt, wie es gelingen kann, „frühzeitig Qualifikationsbedarf sowohl des Individuums als auch der Wirtschaft zu identifizieren und zu befriedigen.“ [1] Gerade der Bereich der Beruflichen Bildung wird sich dieser Aufgabe widmen, um „Informationen über neu entstehende oder sich wandelnde Tätigkeitsanforderungen [...].“ zu bekommen und somit eine wichtige Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen zu sein. [2]
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FreQueNz-ein Forschungsnetzwerk zur Früherkennung von Qualifikationserfordernissen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert aus diesem Grunde eine Vielzahl von Projekten, die sich mit Qualifikationsfrüherkennung befassen. Die Ergebnisse werden durch das Netzwerk „FreQueNz“ (Fraunhofer IAO) zusammengeführt und koordiniert. In gemeinsamen Workshops, Veranstaltungen und Präsentationen werden die Resultate an unterschiedlichste Ziel- und Nutzergruppen weitergegeben [3] Darüberhinaus gibt es eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten über die Forschungsergebnisse. Unter www.frequenz.de können Informationen zu verschiedenen Themen gezielt abgerufen werden. Die FreQueNz-Buchreihe, der Newsletter und das europäische Früherkennungsnetzwerk skillsnet informieren umfangreich zum Thema Qualifikationserfordernisse[4] Das Netzwerk befasst sich schwerpunktmäßig mit der mittleren und der unteren Qualifikationsebene, jedoch gibt es auch eine große Nachfrage nach Veranstaltungs- und Publikationsbeiträgen für die Berufe von Höherqualifizierten [5]. In Folge soll nun soll nun ein Projekt näher beschrieben werden.
Ermittlung von Trendqualifikationen
Im Jahr 2006 führte das Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Gemeinnützige Gesellschaft mbH (ISW) Untersuchungen zu Trendqualifikationen durch. Die untersuchten Themengebiete waren Bauwesen, Biologisierung und Landwirtschaft. Das Thema Landwirtschaft im Zusammenhang mit Trendqualifikationen zum Beispiel wurde mit Hilfe dreierlei Informationsquellen erschlossen. Erstens durch die Vernetzung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden, zudem Ergebnisdarstellung in Branchenberichten und durch die Nutzung schon vorhandener Forschungsergebnisse [6] Aus forschungsökonomischen Gründen konzentrierte man sich hierbei auf die Teilgebiete Handel (Vertrieb von bäuerlichen Produkten), Tourismus (Urlaub auf dem Bauernhof) und regenerierbare Energiequellen (der Bauer als Energiewirt) [7]. Die Forschung zum Thema Biologisierung im Zusammenhang mit Trendqualifikationen untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Eindringen und der Nutzung biologischer Prinzipien in weiten Teilen der Produktion einerseits und den Qualifikationen andererseits [8]. Die Untersuchungsergebnisse wurden in Profilen zusammengefasst und neue Bezeichnungen wie BiokantIn, ProduktberaterIn in der Medizintechnik und Fachkraft Grüne Biotechnologie herausgebracht [9]. 2005 wurde durch den Verband für Physikalische Therapie der Beruf „Medizinische/r Präventions- und WellnesstrainerIn“ als Schutzmarke eingetragen, welcher unter anderem auf Forschungsergebnissen der ISW basiert [10].
Qualifikationsentwicklung – Stellenanzeigenanalyse
Im Jahr 1999 führte das Bundesinstitut für Berufsbildung eine Stellenanzeigenanalyse durch, die Qualifikationsanforderungen erfassen und Entwicklungen durch jährliche Erhebungen aufzeigen sollten . Des weiteren sollte analysiert werden, wie sich „Qualifikationsanforderungen innerhalb bestehender Berufe verändern und ob sich daraus [...] neue Berufe entwickeln lassen. [11]." Die Untersuchungen ergaben, dass ca. 15% der untersuchten Anzeigen nicht der heute üblichen Berufsbezeichnung zugeordnet werden konnte und somit ein Potential neuer Qualifikationen zu vermuten ist [12].
Trotz zunehmender Globalisierung ist die Fremdsprachenanforderung in Stellenanzeigen eher gering, lediglich in 16% der Anzeigen werden ausdrücklich Fremdsprachenkenntnisse gefordert. In denen als neu anzusehenden Qualifikationen ist die Nachfrage mit 28% etwas höher. Davon wird Englisch am häufigsten nachgefragt [13].
Bei den neuen Qualifikationsanforderungen werden weitaus mehr Datenverarbeitungsfähigkeiten verlangt, das betrifft sowohl Anwenderkenntnisse, Entwicklungskenntnisse und die Betreuung von Datenverarbeitungssystemen [14].
Zudem werden für die neuen Qualifikationen ein höheres Abschlussniveau, meistens ein Fachhochschul- oder Hochschulabschluss und ausgeprägte überfachliche Qualifikationen gefordert [15].
Quellen
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.3 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, , S. 188-190..
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
- ↑ BMBF: 3.2 Früherkennung von Qualifikationsbedarf, unter www.bmbf.de/de/8150.php, 18.11.2007, S. 1-4.
Lehrende Statements der Lehrenden, Experten und Expertinnen zur Qualität:
- --Kristina Köhnlein: Dieser Artikel ist gut. Verbesserungsmöglichkeiten bzgl. fehlende Primärquellen, Ausführlichkeit und Einbettung in Arbeitslehre/Berufsorientierung.

