Flexible Arbeitszeiten
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Heutzutage wird viel über „flexible Arbeitszeit“ geredet und öffentlich diskutiert, jedoch verstehen nicht alle dasselbe darunter. Es wäre zu einfach flexible Arbeitszeiten nur als eine Abweichung von der bekannten Normalarbeitszeit zu bezeichnen.
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Definition: Arbeitszeit
Grundsätzlich wird die Betriebs- und Arbeitszeit unterschieden. Als Betriebszeit wird die Zeit definiert, in welcher der Betrieb produziert bzw. eine Dienstleistung zur Verfügung stellt. Aus der so genannten Betriebszeitanalyse ergeben sich die erforderlichen Arbeitszeiten der Mitarbeiter. Wie lange die Betriebszeit dauert wird vom Arbeitgeber festgelegt. Die Arbeitszeit bezieht sich auf die vertraglich vereinbarte Zeit mit dem Beschäftigten. Es ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepause. Demnach wird als Arbeitszeit die Zeit bezeichnet, in der der Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsvertrages für den Arbeitgeber gegen Bezahlung arbeitet. Dies beinhaltet nicht die Pausen. [1]
Definition: Flexible Arbeitszeit
In einer weiten Definition kann unter flexibler Arbeitszeit all die Arbeit verstanden werden, die von der Normalarbeitszeit, also der einschichtigen Arbeit, die während des Tagesbereiches in der Zeit von Montag bis Freitag geleistet wird, abweicht. Enger gefasst ist eine Arbeitszeit dann flexibel, wenn der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber kurzfristig auf die zu leistende Arbeitszeit Einfluss nehmen kann. Das heißt, dass die vereinbarte Arbeitszeit variabel auf der Zeitachse verteilt werden kann. Grundlage für flexible Arbeitszeitmodelle stellen so genannte Arbeitszeitkonten dar. So wäre eine regelmäßige Nachtarbeit zum Beispiel nicht als flexibel zu bezeichnen. Temporäre Arbeitszeitverkürzungen oder -verlängerungen oder der individuelle Wechsel zwischen Vollzeit- und Teilzeitarbeit hingegen erfüllen das Kriterium der Flexibilität, da die Dauer der Arbeitszeit phasenweise veränderbar ist. Weitere Beispiele für flexible Arbeitszeiten sind unter anderem:
Damit weichen flexible Arbeitszeiten nicht einfach vom Normalarbeitstag ab. Kennzeichnend ist vielmehr, dass die Arbeitszeit ständig an die betrieblichen und/oder an die Wünsche der Mitarbeiter angepasst wird. Inwieweit diese ständige Anpassung praktisch umgesetzt wird, ist nach dieser Definition erstmal nicht von Bedeutung.[3]
Die Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle können sich demnach ganz unterschiedlich gestalten. Inwieweit der Arbeitnehmer von der Flexibilität letztendlich profitiert hängt von vielen Faktoren ab.
Die Entwicklung der Arbeitszeit hin zu flexiblen Arbeitszeitmodellen wird in einem weiterführenden Artikel noch mal explizit dargestellt. Dabei wird deutlich, dass der Trend zur Flexibilisierung in den letzten Jahren stark zugenommen hat und dass viele neue und innovative Modelle von Firmen sowie Unternehmen umgesetzt werden. Interessant in diesem Zusammenhang sind auch zahlreiche Studien, die sich mit den Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle auf die Work-Life-Balance beschäftigen. Weitere Studien analysieren den Zusammenhang zwischen Familiale Lebensführung und flexiblen Arbeitszeitmodellen.[4]
Quellen
- ↑ Der Brockhaus. Stichwort Arbeitszeit. F.A. Brockhaus: Leipzig (2006) S. 51 ff.
- ↑ Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften. URL: http://opus.zbw-kiel.de/volltexte/2005/2400/pdf/p_wsi_diskp_127.pdf Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften. Stand: 2008-05-31
- ↑ Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2007): Im Takt? Risiken, Chancen und Gestaltung von flexiblen Arbeitszeitmodellen. S. 25ff.
- ↑ Bruns, S. (2004): Flexible Arbeitszeiten und Lebensführung. URL:www.psychologie.uni-oldenburg.de/fachschaft/ scripte/ABO/FlexibleAbZeitenLebensfuhrung.ppt Stand: 9.07.2008


