Familie

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Die Familie ist die älteste und beständigste soziale Lebensform der Menschen. Aus der empirischen Forschung der Sozial- und Geisteswissenschaften geht hervor, dass es eine Vielzahl andersartiger Familienformen in verschiedenen Zeitepochen und unterschiedlichen Kulturen gab und in der modernen deutschen Gesellschaft der Gegenwart gibt. Die Familie wird also immer durch die jeweiligen epochaltypischen vorherrschenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse geprägt. Der Begriff „Familie“ (von lateinisch „familia“) wurde im 17. Jahrhundert in den deutschen Sprachraum eingeführt. Er bezeichnete zunächst sowohl die Verwandtschaft als auch die Hausgemeinschaft einschließlich des Gesindes.[1]

Familie und Gesellschaft stehen in einer ständigen Wechselwirkung zueinander. Eine gegenseitige Beeinflussung besteht insofern, als dass gewisse familiale Herrschafts- und Abhängigkeitsstrukturen im öffentlichen Leben ihre Entsprechung haben, und umgekehrt. Dementsprechend stehen die jeweiligen Rollen von Mann und Frau in gleicher Wechselwirkung zur Gesellschaft.[2]


  1. M. Textor, „Familienpolitik“, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1991
  2. M. Mitterauer / R. Sieder, „vom Patriarchat zur Partnerschaft – zum Strukturwandel der Familie“ Verlag C.H. Beck, München 1977
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