Erstellung von Wiki-Merktexten

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Inhaltsverzeichnis

Die Methode

Wie bereits oben erwähnt, folgen Wikis nicht dem Modell des Content Life Cycles aus Erstellung, Prüfung, Veröffentlichung und Archivierung. Wikis zeigen eine Möglichkeit auf, den Arbeitsablauf des Publizierens von Grund auf zu verändern. Die Inhalte entstehen, werden verbessert und überarbeitet. Der User ist in einem „permanenten aktiven wie passiven Fluss von Lesen- Schreiben – Lesen – Schreiben. Mit Wiki wird es möglich, Informationen aus den verschiedenen Fachgebieten durch Links miteinander zu verknüpfen. Für Lernende wird es möglich, Problemstellungen fachübergreifend zu bearbeiten.“ (Streif 2004, S. 38)

Auf kooperative Weise können nun alle möglichen Textarten im schulischen Kontext entstehen. So können Lernende gemeinsam Merktexte, Berichte oder Dokumentationen (zum Beispiel für eine Schülerzeitung) erstellen. Ein oder mehrere Wiki-Autoren destillieren aus vielen Beiträgen verschiedener Autoren die Essenz heraus und konzentrieren sie in kurzer, übersichtlicher Form. Eine wichtige Rolle bei Projekten spielen Protokolle. Nach beispielsweise einem Biologie-, Chemie- oder Physikpraktikum, wo die Lernenden Experimente durchführen konnten, können Protokolle der Versuche mit Ergebnissen und Erkenntnissen im Wiki hinterlegt werden. Dies kann entweder eine Datei zum Download, noch besser aber ein normaler Text sein. Die Projektteam-Mitglieder haben nachträglich die Möglichkeit, Fehler, ungenaue Formulierungen und noch bestehende Unklarheiten auszudiskutieren und zu korrigieren. Dabei kann es durchaus Sinn machen, Neueinträge farblich hervorzuheben. (Vgl. Ebersbach 2005, S. 286f.)


Eine weitere interessante Möglichkeit bieten Wikis bei der kooperativen Erstellung von Lernprogrammen. (Vgl. Streiff 2004, S. 25) Dabei kann ein bestimmter Lernstoff auf die Mitglieder einer Gruppe oder Klasse so aufgeteilt werden, dass jeder Schüler und jede Schülerin einige Fragen erstellt und die Antworten ausarbeitet. Multipliziert mit der Anzahl der Gruppenmitglieder ergibt sich eine relativ große Anzahl von Antworten, die auf das Wesentliche komprimiert sind und dadurch ein großes Lernpensum in kleinere Portionen gliedert. In einem solchen Lernprozess spielt nicht nur die Suche nach den Antworten, sondern auch die Suche nach den guten Fragen eine wesentliche Rolle.
Auszug aus Alfred Klampfer, 2005 [1]

Beispiele


benötigte Medien

  • vorteilhaft: eigener Computer mit Internet-Zugang
  • zur Präsentation: Beamer im Klassenraum
  • Medien zur Erstellung der Merktexte ( Bücher etc. )

mögliche Sozialform

  • Einzelarbeit
  • Gruppenarbeit -> Projektarbeit, Freiarbeit
  • Partnerarbeit

mögliche Inhalte

  • alle

Welches Lernparadigma herrscht vor?

  • konstruktivistische Lernparadigma
  • kognitivistische Lernparadigma

Literatur

  1. Alfred Klampfer (2005): Wikis in der Schule Eine Analyse der Potentiale im Lehr-/ Lernprozess - http://teaching.eduhi.at/alfredklampfer/bachelor-wikis-schule.pdf, abgerufen am 2007-11-05 08:30:05 +0100
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