Bewerbung

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Bewerbung beschreibt die Tätigkeit, mit der sich eine Person für eine Ausbildungsstelle oder für einen Arbeitsplatz bei einem Unternehmen präsentiert. Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und entsprechenden Anlagen.

Der Artikel soll Lehrenden als Hilfsmittel dienen, wenn sie das Thema Bewerbung vorstellen.

Im Folgenden wird aufgezählt, worauf bei den Bewerbungsunterlagen zu achten ist. Dabei muss aber beachtet werden, dass einerseits einzelne Angaben branchenabhängig sind und andererseits dass bestimmte derzeitige Vorgaben in späterer Zeit nicht mehr aktuell sein können. Ebenso kann der Artikel nur einen Ausschnitt zur Bewerbung geben und beruft sich nicht auf Vollständigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Anschreiben

Das Anschreiben dient dazu, dass der Bewerber bzw. die Bewerberin dem Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin sein Anliegen vorträgt, nämlich das Interesse an einer Ausbildung bzw. einem Arbeitsplatz besteht. Da der Eindruck des Anschreibens darüber entscheidet, ob der Personalchef die weiteren Bewerbungsunterlagen durchsieht, sollte man bestimmte Vorgaben einhalten:

1. Im Briefkopf, auf der linken Seite, sollte die genaue Anschrift des Absenders inklusive der Telefonnummer wie der E-Mail-Adresse für eventuelle Rückfragen stehen.

2. Unterhalb der Absenderanschrift steht die Anschrift des Unternehmens.

3. Im Briefkopf, auf der rechten Seite, sollte der Ort und das Datum stehen. Gemäß ISO 8601/EN 28601 gilt für das Datum die Schreibweise: Jahr – Monat – Tag.

4. In der Betreffzeile nennt man die Stelle/Position, auf die sich die Bewerbung bezieht, und die Informationsquelle mit dem dazugehörigen Datum.

5. Die Anredezeile sollte mit den Worten „Sehr geehrte Damen und Herren, „ beginnen. Wenn der Bewerber bzw. die Bewerberin den Namen der verantwortlichen Person im Unternehmen kennt, sollte dieser direkt angesprochen werden, z.B. „Sehr geehrte Frau Meier!“

6. In der Einleitung sollte man die genaue Stelle bzw. die genaue Position, auf die man sich bewirbt, benennen. Der Fundort bzw. die Informationsstelle, z.B. „Inserat in … vom…“ soll genannt werden, wobei das Datum weggelassen wird.

7. Im Hauptteil stellt der Bewerber bzw. die Bewerberin die eigene Person vor. Er bzw. sie nennt seine bzw. ihre Fähigkeiten und leitet zur gewünschten Stelle über, in der kurz begründet wird, wieso diese Stelle gerade für den Bewerber bzw. die Bewerberin von Interesse ist und wieso dieser bzw. diese der Idealkandidat sei. Hierbei ist es sinnvoll, auf ein durchgeführtes Praktikum innerhalb des Unternehmens hinzuweisen, sofern eines dort absolviert wurde.

8. Im Schlusssatz ist ein dezenter Hinweis empfehlenswert, dass eine Einladung gewünscht wird.

9. Die Grußformel schließt ab mit den Worten: „Mit freundlichen Grüßen“.

10. Unter die Grußformel wird eine handschriftliche Unterschrift gesetzt.

11. Am Briefende sind die beigefügten Anlagen aufgelistet.

Das Anschreiben sollte nicht länger sein als eine Seite. (Vgl. [1], vgl. [2])

Zwei Beispiele sollen die Punkte veranschaulichen!

Bild:Beispiel 1 fuer ein Anschreiben.jpg Media:Beispiel 2 fuer ein Anschreiben.pdf

Lebenslauf

Der Lebenslauf soll in Kurzform die Summe aller Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und Eigenschaften im Hinblick auf den bisherigen schulischen Werdegang präsentieren. Dieser muss ebenso eine entsprechende Form haben:

1. Im Briefkopf, auf der linken Seite, kann die genaue Anschrift des Absenders inklusive der Telefonnummer wie der E-Mail-Adresse für eventuelle Rückfragen stehen, es ist aber nicht notwendig.

2. Im Briefkopf, auf der rechten Seite, kommt das Foto des Bewerbers bzw. der Bewerberin hin. Siehe auch dazu Kapitel 3 „Bewerbungsfoto“! Link einsetzen!

3. Einige schreiben unter die Anschrift das Wort „Lebenslauf“, es ist möglich, aber keine Notwendigkeit.

4. Darunter folgt der Abschnitt „Persönliche Daten“, dieser sollte diese Worte zur Überschrift haben. Zu den „Persönliche Daten“ gehört der vollständige Name, Geburtstag und -ort, die Staatsangehörigkeit und der Familienstand. Sollte im Briefkopf links oben die Anschrift nicht stehen, so sollte dies aber hier aufgeschrieben werden (Wohnort, Telefon/E-Mail). Schulabgänger können die Namen und evtl. Berufe der Eltern bzw. älteren Geschwister angeben.

5. Dann folgt der schulische Werdegang. Die besuchten Schulen mit Zeitraum und Abschluss (z.B. „7/2001 Mittlere Reife an der Gottfried-Kinkel-Realschule in Göttingen“) werden hier genannt. Sowohl der angestrebte Schulabschluss, z.B. mittlerer Schulabschluss, als auch die Lieblings- oder Hauptfächer können benannt werden. Dieser erhält ebenso eine Überschrift, z.B. Schulausbildung.

6. Im Abschnitt „Praktika“ wird die Dauer und die Art des Praktikums bzw. mehrerer Praktika sowie der bzw. die Namen des Unternehmens genannt. Das Praktikum kann stichwortartig erläutert werden.

7. Dann folgen die persönlichen Interessen, z.B. Hobbys. Der Bewerber bzw. die Bewerberin sollte sich bewusst überlegen, welche Interessen hier erwähnt und welche nicht unbedingt aufgezählt werden sollten. Interessen, die zur Ausbildungsstelle bzw. zum Arbeitsplatz passen sollte der Bewerber bzw. die Bewerberin nennen.

8. Im folgenden Abschnitt werden besondere Fähigkeiten genannt, wie z.B. Computer- oder Sprachkenntnisse. Ebenso hier sollte man bewusst selektieren.

9. Ganz unten auf der rechten Seite kommt der Ort und das Datum (Jahr – Monat – Tag) hin und eine handschriftliche Unterschrift.

Es gibt zwei Möglichkeiten bei der chronologischen Reihenfolge, entweder kommt zuerst das ältere Datum und dann listet man die Positionen nach und nach auf. Oder die letzte oder aktu-elle Tätigkeit wird an den Anfang gestellt, die anderen Positionen listet man dann in rückwär-tiger Reihenfolge auf. Grundsätzlich gilt aber, dass der Lebenslauf übersichtlich, informativ und vor allem lückenlos sein soll. Der Lebenslauf sollte ebenso nicht länger als eine Seite sein. (Vgl. [3], vgl. [4])

Dazu gibt es drei Beispiele.

Bild:Beispiel 1 fuer einen Lebenslauf.jpg Bild:Beispiel 2 fuer einen Lebenslauf.jpg Media:Beispiel 3 fuer einen Lebenslauf.pdf

Bewerbungsfoto

Mit dem Bewerbungsfoto hat der Personalchef einen ersten visuellen Eindruck vom Bewerber bzw. von der Bewerberin. Für das Bewerbungsfoto gibt es ebenso Vorgaben:

1. Das Format sollte betragen: 4,5 cm breit und 6 cm hoch

2. Es geht auch im Querformat oder Schwarz-Weiß.

3. Niemals Fotos aus dem Urlaub oder dem Automaten verwenden! Der Bewerber bzw. die Bewerberin sollte zu einem professionellen Fotografen gehen.

4. Das Foto kommt in die rechte obere Ecke, am Besten mit einer Büroklammer befestigen. Auf der Rückseite unbedingt den Namen und das Geburtsdatum vermerken, um eine Zuordnung des Fotos zu der Bewerbung zu gewährleisten, falls das Foto sich vom Lebenslauf lösen sollte.

Anlagen

Neben dem Anschreiben und dem Lebenslauf haben die beigefügten Bewerbungsunterlagen eine ergänzende Funktion. Der Personalchef wird die Anlagen heranziehen, um sein Bild von der Qualifikation des Bewerbers bzw. der Bewerberin abzurunden. Mitgeschickt werden sollten:

· Das aktuelle Schulzeugnis und das vorherige müssen als Anlage beigefügt werden.

· Wenn ein Praktikum im Lebenslauf erwähnt wurde, sollte das dazugehörige Abschlusszeugnis vorgelegt werden.

· Ebenso, wenn besondere Fähigkeiten im Lebenslauf genannt wurden, sollte die entsprechenden Bescheinigungen mitgeschickt werden.

Von allen Anlagen wird nur die Kopie verschickt, es wird nie das Original verwendet!

Literatur

  1. Andreas, Schieberle(1998), Bewerbung für Berufsanfänger – kurz gefasst, Falken Taschenbuch Basis
  2. Job start (Januar 2007) von der AOK
  3. Andreas, Schieberle(1998), Bewerbung für Berufsanfänger – kurz gefasst, Falken Taschenbuch Basis
  4. Job start (Januar 2007) von der AOK

weitere Literatur

  • Müller-Thurau, Claus Peter (2006): Der Bewerber-Knigge, Rudolf Haufe Verlag, Freiburg
  • Bewerbung: So wird’s gemacht von Deutsche Post World Net

Hinweis: Die meisten Krankenkassen bieten Informationen und Unterstützung zum Thema Bewerbung an!

Weblinks

Die AOK unterstützt bei der Bewerbung: http://www.jobfit.de/r/109/brennpunkt_bewerbung.html (Stand: 06.01.2008)

FOCUS online gibt zu Bewerbung Hinweise http://www.focus.de/jobs/bewerbung (Stand: 06.01.2008)

JOBCOLLEGE BewerbungsPartner bietet kostenfreien Bewerbungscheck http://www.jobcollege.de/bewerbungspartner/index.php (Stand 17.09.2009)

Dieser Artikel gehört in den Bild:button_gloss.png Glossar des ArbeitslehreWikis


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--Kristina Köhnlein 11:12, 14. Mär. 2008 (UTC) Dieser Artikel ist sehr gut. Verbesserungsmöglichkeiten bei Überschrift, Verlinkungen und Quellenverweisen im Text.


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