Best - berufs- und studienbegleitende Beratung für Hörgeschädigte
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`Best` für Hörgeschädigte ist eine berufs- und studienbegleitende Beratungsstelle, welche jungen Menschen bei der Berufs- und Studienwahl motivieren, begleiten und unterstützen soll. Sie wurde 1991 als Service-Angebot der Samuel-Heinicke-Schule [1] in München gegründet und spezialisiert sich auf berufsbezogene und studienbegleitende Beratung vor und während der Ausbildung. Dabei ist die persönliche Beratung auf den Raum München beschränkt, jedoch soll unter anderem durch die Internetpräsens das Netzwerk erweitert und für Interessenten von außerhalb zugänglich gemacht werden.[1]
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Aufgaben
Die Beratungsstelle `best` hat sich zum Ziel gesetzt, hörgeschädigte junge Menschen im Arbeits- und Berufsleben zu unterstützen sowie studienbegleitend zu beraten. Dabei liegen die wichtigsten Aufgaben in folgenden Bereichen:
- Schulen/Integration/Nachteilsausgleich bei Prüfungen
- Studium/ FSJ und Auslandsaufenthalte
- Ausbildungsberufe/Berufsbildungswerke/öffentlicher Dienst[2]
Studium
Eines der Ziele der Einrichtung für Hörbeeinträchtigte ist die Studienberatung bei der Studienfachwahl und der Unterstützung während des Studiums.
Situation hörgeschädigter Studenten
"An den deutschen Universitäten und Fachhochschulen waren im Sommersemester 2000 1.6 Millionen Studierende eingeschrieben. Aus der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks lässt sich der Anteil hörgeschädigter Studierender daran mit 0,78 % ermitteln, das entspricht 12.500 Studenten. Aus demographischer Sicht wären in der Altersgruppe der Studenten aber mit ca 2 % hörgeschädigten bzw. hörbehinderten Personen zu rechnen. "[3]
Hörgeschädigte Jugendliche stehen vor besonderen Problemen. Sie sind durch den Grad der Hörschädigung und ihren unterschiedlich ausgebildeten sprachlichen Möglichkeiten eingeschränkt. Für den hörgeschädigten Studenten und die Studentin bestehen aber Maßnahmen, um die Schwierigkeiten auszugleichen. Dabei handelt es sich um den sogenannten Nachteilsausgleich. "Hierzu zählen die bevorzugte Vergabe von Studienplätzen, die Finanzierung von Dolmetschern, Tutoren und Mitschreibkräften sowie die Gewährung einer Zeitverlängerung bei schriftlichen und mündlichen Prüfungen."[4] Trotzdem stellt sich bei vielen hörbeeinträchtigten Studierenden aufgrund unterschiedlicher Gründe schnell Ernüchterung ein.
Ursachen dafür sind:
- Die hörbeeinträchtigten Studenten und Studentinnen beginnen das Studium mit falschen Erwartungen. Diese Probleme werden jedoch von den hörenden Studierenden geteilt.
- Während des Studiums wird stark selektiert. Dabei sind hörgeschädigte Studenten und Studentinnen im Nachteil, da sie sich um viele organisatotrische Angelegenheiten kümmern müssen, welche hörende Studierende nicht haben.
- Die Rahmenbedingungen für hörgeschädigte Studierende während des Studiums sind nicht optimal. Überfüllte Vorlesungsräume und schlechte Akustik erfordern eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit.
- Viele gehörlose Studenten und Studentinnen sind auf Dolmetscher angewiesen, welche für sie in die Deutsche Gebärdensprache übersetzen müssen. Oft mangelt es an qualifizierten ausgebildeten Dolmetschern oder der vollständigen finanziellen Unterstützung.
Unterstützung im Studium
Die Beratungstelle `Best` bietet hörgeschädigten Studierenden oder Studienanfängern und -anfängerinnen Hilfe und Unterstützung bei Fragen zur Finanzierung des Studiums, zum Zulassungsverfahren und den damit verbundenen Anträgen zum Nachteilsausgleich. Außerdem bietet sie für viele hörgeschädigte Studierende eine Anlaufstelle zum Erfahrungsaustausch und zur Kontaktaufnahme.[5]
Berufe
Ein weiteres Ziel des `best` ist die Hilfestellung in der Berufsorientierung, Berufsberatung sowie Vermittlung von hörgeschädigten jungen Menschen.
Probleme hörgeschädigter Menschen im Berufsleben
Arbeiten hörende und hörgeschädigte Menschen zusammen in einem Betrieb, entstehen häufig Probleme in der Kommunikation aufgrund der unterschiedlichen verwendeten Sprachsysteme. Es ensteht eine Mischform aus Zeigen, Aufschreiben und Sprechen. Dies fordert sehr viel Konzentration, Offenheit und Geduld. Aufgrund der schlechtbedingten Verständigung können Informationen nicht übermittelt werden. Dies wirkt sich nachteilig auf das eigene Arbeitsverhalten und auf das kollegiale Arbeitsklima aus. Oft entstehen auch psychosoziale Probleme am Arbeitsplatz. Aufgrund schlechter Kommunikation und Integration kann es dazu führen, dass sich der Hörgeschädigte isoliert und benachteiligt fühlt.
Berufsbildungswerke
Berufsbildungswerke haben sich zum Ziel gesetzt, Hörgeschädigte für das Berufsleben stark zu machen und über Rechte, Pflichten aber auch mögliche Barrieren und Gefahren aufzuklären. Sie bieten den hörgeschädigten Jugendlichen "eine schulische und fachpraktische Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen"[6]. Die Ausbildungsangebote der BBWs sind unterschiedlich. Es werden unter anderem soziale Berufe, MediengestalterIn, IT-Berufe oder Bürokaufmann/-frau angeboten.
In Deutschland gibt es 6 BBWs, welche vom Arbeitsamt finanziert werden:
- Berufsbildungswerk München
- Berufsbildungswerk Nürnberg
- Berufsbildungswerk Winnende
- Berufsbildungswerk Leipzig
- Berufsbildungswerk Neuwied
- Berufsbildungswerk Husum
Die BBWs ünterstützen auch die unterstützte betriebliche Ausbildung in Form eines Förderplanes für hör- und sprachbehinderte Jugendliche in Bayern, welche eine Ausbildung im Betrieb machen.[7]
Quellen
- ↑ http://www.best-news.de/?,06.03.2009,19.30 Uhr
- ↑ http://www.best-news.de/?,06.03.2009,22.50 Uhr
- ↑ http://www.best-news.de/?situation, 06.03.2009, 20.10 Uhr
- ↑ http://www.best-news.de/?stolpersteine, 06.03.2009, 22.00 Uhr
- ↑ http://www.best-news.de/?angebot, 06.03.2009, 22.30 Uhr
- ↑ http://www.best-news.de/?bbws,06.03.3009,22.35Uhr
- ↑ http://www.best-news.de/?bbws,06.06.2009,22.45Uhr


