Berufswahl für Mädchen

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Die Erstberufswahl gestaltet sich als schwierig,besonders in jungen Jahren. Jedes Jahr entscheiden sich tausende von Schülerinnen für einen typischen Frauenberuf und somit für schlechtere Aufstiegschancen.


Inhaltsverzeichnis

Einfluss auf die Berufswahl

Einen gewissen Einfluss haben die Eltern auf die Berufswahl eines Mädchens.Die eher skeptisch bis ablehnende Einstellung der Eltern basiert auf der traditionellen Geschlechtsrollenverteilung.Viele Mädchen ziehen technische Berufe als Alternative in Erwägung.Die Reaktionen der Eltern auf solche Entscheidung sind jedoch nicht stabilisierend. Wunschäußerungen nicht-typischer Mädchenberufe werden überhaupt nicht wahrgenommen.

Die berufliche Erfahrungswelt wird als Sozialisationsprozess gesehen.Situations-und Erfahrungskontexte,die aus dem Arbeitsbereich resultieren,werden als Werte-und Gesellschaftsbild in die Familie übernommen.Dementsprechend werden diese auf die Kinder und deren Entwicklung übertragen.Es handelt sich um einen komplexen Vermittlungsprozess. Die soziale Lage, Arbeitsanforderungen und Werdegang der Eltern,auf der einen Seite und die Interessen, Wertvorstellungen und psychischen Kompetenzen der Kinder, auf der anderen Seite. Es beeinflussen aber auch weitere, sogenannte Interaktionsmilieus die Berufswahl von Mädchen.Das Umfeld, wie zum Beispiel die Schule oder der Freundeskreis tragen auch zur Berufsfindung bei.


Frauen in der Arbeitswelt

Bei derzeit 345 anerkannten Ausbildungsberufen entscheiden sich mehr als die Hälfte der Mädchen für ausschließlich zehn verschiedene Berufe,wie zum Beispiel:[1]

  • Bürokauffrau
  • Kauffrau
  • Arzthelferin
  • Friseurin
  • Fachangestellte
  • Sekretärin
  • Kindergärtnerin
  • Zahnmedizinische Fachangestellte
  • Verkäuferin
  • Hotelfachfrau

Bereits Anfang des 20.Jahrhunderts wurden Frauen als Arbeitskräfte in Büros, Handel-und Dienstleistungen eingesetzt.Mit Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage stieg der Widerstand gegen erwerbstätige Frauen.Verheiratete Frauen sollten ihren Arbeitsplatz aufgeben, denn sie seien mit der häuslichen Arbeit voll beschäftigt.Die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau herrschte vor.Die Frau war für die Kindererziehung besser geeignet.Folgerichtig also auch für den Beruf der Kindergärtnerin,nach der heutigen typischen Berufswahl von Mädchen.Demnach wurden Männern und Frauen verschiedene Aufgaben zugeteilt und sollten sich am Arbeitsplatz möglichst nicht begegnen.

Im Allgemeinen erreichen Frauen höhere Bildungsabschlüsse.Die neue Shell-Jugendstudie zeigt, dass Mädchen von 12-25 Jahren ihre männlichen Altersgenossen den Rang ablaufen.[2]Mehr Mädchen machen ihr Abitur als Jungen.Mädchen haben deutlich bessere Vorraussetzungen für die Berufswahl, als Jungen.Laut dem Statistischen Bundesamt legten von den weiblichen Schulabgängern, im Jahre 2001, gut jede 4. Frau (26,5 Prozent) die allgemeine Hochschulreife ab.Bei den Jungen waren es 19,9 Prozent.Mädchen bleiben seltener sitzen und haben meist bessere Abschlüsse.[3] Trotz allem werden Frauen Stolpersteine in den Weg gelegt.Anstatt Familie und Beruf zu verbinden, stellt man alleinstehende Karrierefrauen klischeehaft als Zicken da.Der emanzipatorische Trend,die Unabhängigkeit vom Mann, führt dazu, dass sich verheiratete Frauen nach wie vor existierender Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt, für die Berufstätigkeit entscheiden.


Ausübung von Jungenberufen

Mädchen in Berufen, die überwiegend von Jungen ausgeübt werden, müssen oft mit männlicher Kritik bis hin zu mobbing umgehen.Frauen sehen sich jedoch nicht mehr als das schwächere Geschlecht und lassen sich nicht abschrecken.Mittels Durchsetzungsvermögen und Leistungsstärke stellen sie ihr Können unter Beweis.Die neuen Medienberufe erlangen bei jungen Frauen Interesse.In der Ausbildung zum Mediengestalter/in für Digital-und Printmedien waren 2003 davon 56 Prozent Frauen beteiligt.1970 gab es bundesweit nur zwei weibliche Zweiradmechaniker-Lehrlinge.2006 waren es dann 106 Lehrlinge.Der Anteil der weiblichen Schornstein-Lehrlinge hat sich von 0,2 Prozent(1970) auf 10,02 Prozent gesteigert.Männerberufe wie der Kfz-Mechatroniker oder Dachdecker werden immer stärker von Mädchen erobert.Mädchen haben einen Sinn für Farbgebung und Feingefühl, wenn es um die Ausbildung zur Lackiererin geht.[4]


Förderung

Es gibt Förderungsprojekte wie Girls´ Day.Solche Projekte wollen Mädchen für untypische Frauenberufe begeistern.Bei den beliebtesten Ausblidungsberufen ist kein einziger Technikberuf dabei.Es rührt daher,weil Mädchen ihre mathematischen-naturwissenschaftlichen Stärken unterschätzen und denken Jungen wären besser.Solche Aufrufe,Werbungen und Artikel fordern dazu auf, Technik auszuprobieren und eigene Stärken zu entdecken.Die Vermittlung über die tatsächliche Berufsrealität und ihren Aufstiegsmöglichkeiten stehen ebenso im Vordergrund.[5]


Quellen

  1. http://www.br-online.de/bayern-heute/artikel/0608/30-maedchenberufe/index.xml
  2. http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,448904,00.html
  3. http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/617/10607/
  4. http://abendblatt.de/daten/2006/12/10/650348.html
  5. http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/404/25379/

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