Berufsorientierung im Internet

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Berufsorientierung im Internet ist die berufliche Orientierung im klassischen Sinne unter Zuhilfenahme des Internets.

Wichtig: Die verlinkten Tests sind kostenlos. In der Vergangenheit haben einige schwarze Schafe den Bedarf an Tests zur beruflichen Orientierung im Internet erkannt und Abzockfallen eingerichtet. Lesen Sie sich daher immer unbedingt auch Kleingedrucktes durch, bevor Sie sich irgendwo anmelden.

Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches

Die berufliche Orientierung im Internet bietet eine Fülle an Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, ihre eigenen Interessen, Stärken und Schwächen zu analysieren; sich über ihre Wünsche und Vorstellungen klar zu werden, sich über die Berufsbilder zu informieren und sich letzten Endes auch einen Überblick über die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verschaffen und das auf eine Art und Weise, die i. d. R. den Kommunikationsgewohnheiten der Jugendlichen entgegenkommt. Die Jugendlichen sind hierbei nicht an Öffnungszeiten oder Sprechzeiten gebunden und können von vielen verschiedenen Orten auf die Informationen zugreifen. Es steht eine Vielzahl an Informationen und Tests zur Erörterung der optimalen Berufswahl zur Verfügung. Eben durch diese Vielzahl an Informationen und Tests ist es sinnvoll, den Berufswahlprozess in verschiedene Kategorien zu unterteilen:

  • Orientierung und Information über Berufe
  • Erörterung beruflicher Interessen
  • Einschätzung persönlicher Stärken und Schwächen
  • Persönliche Berufswahl
  • Unterstützung durch die Eltern im Berufswahlprozess

Die Berufsorientierung im Internet ist zugleich ein geeignetes Mittel, den Schülerinnen und Schüler Medienkompetenz zu vermitteln. Besonderes Augenmerk bei der Fülle von Informationen ist hierbei auf die kritische Hinterfragung des Recherchierten zu wenden.

Orientierung und Information über Berufe

Für jemanden, der auf der Suche nach dem passenden Beruf ist, ist es unerlässlich, über den angestrebten Beruf genau Bescheid zu wissen. Was sind die Zugangsvoraussetzungen? Wie sieht die Tätigkeit genau aus? Wie ist die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt? Diese und viele andere Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden. Vorurteile müssen abgebaut, Fehlinformationen müssen korrigiert werden. Im Internet findet sich eine Vielzahl an Berufsinformationssystemen. Eine kleine, nicht repräsentative Auswahl möchte ich hier vorstellen:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bietet auf seiner Seite einen kurzen Überblick über die wichtigsten dualen Aubildungsberufe und die dazugehörigen Ausbildungsordnungen. Die Beschreibungen sind in verständlichem Stil und mit nützlichen Fragestellungen verfasst (z.B. "Was kann ich mit dem Beruf später einmal machen?").

Berufenet bietet umfassende Informationen über ca. 3100 aktuelle und in Zukunft zusätzlich über ca. 4700 archivierte Berufe. Neben den eher geläufigen Informationen über Ausbildungsdauer, -vergütung, -ort, -inhalte usw. bietet Berufenet auch weiterführende Informationen, beispielsweise über Aufstiegschancen, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Informationen zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Neben der Information über einzelne Berufe bietet Berufenet auch einen Berufswahltest.

Erörterung beruflicher Interessen

"Was willst Du denn mal werden, wenn Du später groß bist?" Viele haben diese Frage schon einmal gestellt bekommen. Doch wer konnte sofort Antwort darauf geben? Fast unzählig sind die möglichen Berufe, die man ausüben kann. Der Berufsinformationsdienst der Bundesagentur für Arbeit zählt ca. 3100 Berufe in seiner berufenet.de Datenbank auf. Bei dieser Fülle an Berufen ist es um so wichtiger, sich darüber im Klaren zu sein, welche beruflichen Interessen man hat. Beispielhafte Tests, die helfen können, die eigenen Interessen zu erkennen:

Ein Angebot aus der Schweiz, das allerdings auch für deutsche und österreichische Suchende geeignet ist.

Ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit, das durch die Fragen "Was?", "Wo?" und "Womit?" nach möglichen Tätigkeitsgebieten fragt und so die in Frage kommenden Berufe auswählt.

Einschätzung persönlicher Stärken und Schwächen

Die Wahrscheinlichkeit, in einem Beruf erfolgreich und glücklich zu sein, dessen Anforderungs- und Tätigkeitsprofil einen deutlichen Gegensatz zu den persönlichen Stärken und Schwächen darstellt, ist außerordentlich gering. Sich über seine persönlichen Stärken und Schwächen im Klaren zu sein hat also nicht nur Auswirkungen auf die Qualität der später im Beruf geleisteten Arbeit, sondern auch auf die seelische Befriedigung, die man durch die ausgeübte Tätigkeit erfährt. Neben einem persönlichen Gespräch (z.B. mit Eltern, Freuden, Lehrern oder einem Berufsberater) bietet auch das Internet Möglichkeiten, zu sondieren, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen.

Diese Arbeitsblätter des Schrödel-Verlags führen die Suchenden zunächst an die Begrifflichkeiten heran, die in der berufsrelevanten Stärken-Schwächen-Analyse eine Rolle spielen, bevor sie eine grobe Einschätzung über die persönlichen Stärken und Schwächen erlauben.

Persönliche Berufswahl

Aus den gewonnen Erkenntnissen hat sich evtl. schon herauskristallisiert, welchen Beruf die Suchenden gerne ergreifen möchten. Doch ist das wirklich der richtige Beruf? Um hier Klarheit zu schaffen, gibt es verschiedene Tests. Einige Berufsberater und Karrierecoaches setzen in der Berufsberatung den Myier-Briggs-Type-Indicator (kurz MBTI) ein, um die Persönlichkeit in verschiedene Typen einzuordnen, zu denen sich dann wiederum bestimmte Berufe zuordnen lassen. So sollen optimal passende Berufe gefunden werden.

Neben dieser eher wissenschaftlichen Herangehensweise findet sich im Internet auch ein Test, der für Schüler besser geeignet ist, für die Durchführung im Unterricht unter Anleitung des Lehreres verwendet werden kann und konkrete Berufe vorschlägt:

Unterstützung durch die Eltern im Berufswahlprozess

Die berufliche Zukunft und das Wohlergehen ihres Kindes ist für die meisten Eltern ein wichtiges Anliegen. In den meisten Fällen kennen die Eltern die Stärken und Schwächen wie auch die Neigungen ihrer Kinder und können so wertvolle Anregungen liefern. Doch für viele Eltern stellt sich das Problem: Wie kann ich mein Kind auf ideale Weise unterstützen? Evtl. sind die Eltern selbst nicht mit Ihrer Berufswahl zufrieden und wissen nicht, wie sie es bei ihrem Kind besser machen können. Um an dieser Stelle den Eltern unter die Arme zu greifen, veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit das Magazin "Eltern und Berufswahl". Dieses Magazin ist sowohl in Papierform gegen eine Schutzgebühr als auch kostenlos online verfügbar und richtet sich an Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 - 10. "Eltern und Berufswahl" bietet Informationen u.a. über die richtige Bewerbung, Anforderungen von Ausbildungsbetrieben, Ausbildungsvorbereitende Maßnahmen und Berufspraktika.

Fazit

Das Internet bietet Informationen zur Berufswahl in Hülle und Fülle. Es lässt sich gut sondieren, welcher Beruf für einen geeignet ist und welcher weniger. Der theoretische Aspekt der Berufswahl lässt sich im Internet gut abdecken. Doch bevor man aufgrund einiger Tests und Recherche Bewerbungen schreibt, sollte man unbedingt ein Praktikum im angestrebten Beruf absolvieren. Nichts vermittelt den Charakter der späteren Tätigkeit so wie die Tätigkeit selbst.

Informationen für Lehrer

Für Informationen, wie das Internet im Unterricht zur Berufsorientierung eingesetzt werden kann, besuchen Sie bitte den Artikel "Fachdidaktik zur Berufsorientierung im Internet"

Weblinks

Berufs-Informationsseite der Bundesagentur für Arbeit.

Einige Tests und Informationen zum Thema Ausbildung und Karriere auf wissen.de

  • Nach der Berufswahl kommt die Bewerbung. Informationen und Tipps zur richtigen Bewerbung liefert wissen.de:

Tipps und Informationen zur richtigen Bewerbung

Tipps und Informationen zum Thema Einstellungstests

Tipps und Informationen zum Thema Bewerbungsgespräch

Lehrende Statements der Lehrenden, Experten und Expertinnen zur Qualität:


  • --Kristina Köhnlein: Dieser Artikel ist gut, sollte aber hinsichtlich der Verwendung wissenschaftlicher Literatur und korrekter Zitiertechnik verbessert werden.
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