Berufsbild des Anlagenmechanikers/der Anlagenmechanikerin
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Einleitung
Im Fach Arbeitslehre spielt die Berufswahlvorbereitung eine große Rolle. Der Berufsfindungsprozess hat dabei eine besondere Relevanz für die Schülerinnen und Schüler, die sich mit der stetigen Veränderung und Komplexität der Arbeitswelt auseinandersetzen müssen. Im Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler darauf vorbereitet werden, sich selbst in ein Berufsfeld einordnen zu können sowie sich allgemein mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen zu können. Eine Aufgabe der Arbeitslehrelehrer/innen besteht darin, den Schüler/innen einen Einblick in die verschiedenen Berufsfelder zu geben und sie bei dem Prozess der Berufswahl unterstützend zu begleiten. [1] [2] Aus diesem Grund werde ich im Folgenden näher auf das Berufsbild des Anlagenmechaniker/der Anlagenmechanikerin eingehen.
Nach dem Berufsbildungsgestz (BBiG) ist der/die Anlagenmechaniker/in ein anerkannter Ausbildungsberuf und wir dem Berufsfeld Metall zugeordnet.
[3]
Aufgabenbereich
Zum Aufgabenbereich des/der Anlagenmechanikers/Anlagenmechanikerin gehört das Fertigen und Montieren komplexer Industriemaschinen und Anlagen sowie versorgungstechnischer Rohrleitungssysteme. Das Herstellen von Behältern und Apparaten für die Lebensmittelherstellung oder für die chemische und ist ebenfalls Aufgabe des/der Anlagenmechanikers/Anlagenmechanikerin. Ferner sind sie für die Instandsetzung, den Umbau und die Erweiterung solcher komplexer Systeme verantwortlich. [4]
Arbeitsort
Anlagenmechaniker/innen arbeiten vorwiegend in Metallbauunternehmen, die Kessel und Behälter z.B. für die Lebensmittelindustrie oder Heizkörper für Zentralheizungen herstellen. Sie sind ferner in der Erdöl- und Erdgasförderung, bei Wasserwerken oder Energieversorgungsunternehmen tätig. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich darüber hinaus in Raffinerien oder in der chemischen Grundstoffindustrie.
Ausbildungsinhalte
Das Aufgabenfeld von Anlagenmechanikern umschließt industrielle Anlagen jeder Art. Die Auszubildenden lernen, Konstruktionszeichnungen, Montage- und Wartungspläne zu erstellen und zu lesen und im Laufe der Zeit selbstständig die notwendigen Einstell-, Pflege-, Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an den Anlagen, Maschinen und Werkzeugen durchzuführen. Ferner kümmern sie sich um das Anfertigen von Bauteilen für die Anlagen und Apparate. Dabei lernen sie folgende Fähigkeiten:
- Manuelle oder maschinelle Spanen (Feilen, Sägen, Meißeln, Bohren Drehen, Löten,..)
- Umformen, Trennen, Schweren, Aufweiten, Bördeln von Blechen, Profilen und Rohren
- Durchführung der Qualitätskontrollen zur Optimierung der Sicherheit
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sie die Grundkenntnisse der Elektrotechnik, der Montagetechnik sowie die Grundausbildung im Bereich der Metallverarbeitung kennen lernen. Außerdem erhalten sie einen weit gefächerten Einblick in die allgemeinen betrieblichen Abläufe. Im Berufsschulunterricht wir der Fokus auf folgende Themata gelegt:
- Instandhaltungsprozesse
- Montageprozess
- Technische Kommunikation
- Werkstofftechnik
Anforderungsprofil
Um sich überhaupt für eine Ausbildungsstelle in diesem Bereich bewerben zu können, benötigen die BewerberInnen als Mindestvoraussetzung einen qualifizierten Hauptschulabschluss und gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik und Deutsch.
Folgende persönliche Voraussetzungen sollten die BewerberInnen besitzen:
- Technisches Verständnis
- Handwerkliches Geschick
- Interesse an Metall, Elektronik, Mathematik und Physik
- Englische Sprachkenntnisse
- Freude im Umgang mit Menschen [5]
Ausbildungsvergütung
Ab dem 1.01.2008 bekommen AnlagenmechanikerInnen im ersten Lehrjahr eine Vergütung von 505,00€, im zweiten Lehrjahr 550,00€, im dritten 595,00€ und im vierten Lehrjahr 640,00€. Des Weiteren steht dem Auszubildenden/der Auszubildenden ein Jahresurlaub von 30 Arbeitstagen zur Verfügung. [6]
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung erstreckt sich über eine Zeit von dreieinhalb Jahren und findet sowohl im Betrieb selbst als auch in der Berufsschule statt.[7] Die Ausbildung beginnt jeweils am ersten August bzw. ersten September des Jahres. [8]
Als ausgebildete/r AnlagenmechanikerIn in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik verdient man sehr unterschiedlich. Dabei kommt es ganz auf das Bundesland an. Zur Verdeutlichung eine Tabelle:
Bundesland Lohn (Ø)
- Baden-Württemberg 2.179€
- Bayern 2.069€
- Berlin 2.333€
- Brandenburg 800€
- Bremen 0€
- Hamburg 2.425€
- Hessen 1.854€
- Mecklenburg-Vorpommern 2.500€
- Niedersachsen 2.049€
- Nordrhein-Westfalen 2.067€
- Rheinland-Pfalz 1.888€
- Saarland 1.367€
- Sachsen 0€
- Sachsen-Anhalt 3.000€
- Schleswig-Holstein 1.776€
- Thüringen 1.819€
Beispiel Ausbildungsbetrieb
Als Beispiel für einen Ausbildungsbetrieb in Berlin will ich an dieser Stelle das Unternehmen BORSIG GmbH nennen. Durch positivie Erfahrungsbericht möchte ich deshalb auf die Homepage von BORSIG verweisen. [1]
Wichtiger Link:
- Ausbildungsplan der Metallberufe [2]
Quellenverzeichnis
Letzter Zugriff auf die Quellen: 28.02.09
- ↑ vgl.Berlin Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Rahmenplan für die Sekundarstufe I Arbeitslehre.
- ↑ http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/schulorganisation/lehrplaene/sek1_arbeitslehre.pdf
- ↑ http://www.berufe-portal.de/metall-berufe/berufsbeschreibungen/anlagenmechanikerin/
- ↑ http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=29047
- ↑ http://www.airliquide.de/ueberuns/jobs-karriere/einstiegsmoeglichkeiten/schueler/anlagenmechaniker.html
- ↑ http://www.hwk-kassel.de/hwk/ausbildung/fotos/AUSBILDUNGSVERGTUNGEN_Internet.pdf
- ↑ http://www.bibb.de/de/ausbildungsprofil_15334.htm
- ↑ http://www.airliquide.de/ueberuns/jobs-karriere/einstiegsmoeglichkeiten/schueler/anlagenmechaniker.html

