Ausbildungsreife
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der allgemeinen Ausbildungsreife von Jugendlichen zur Vermittlung in ein Ausbildungsverhältnis.
Anders als die berufsspezifische Eignung, welche die notwendigen Merkmale der oder des Jugendlichen für einen bestimmten Beruf beschreibt oder die (eingeschränkte) Vermittelbarkeit, welche die Einschränkungen bei gegebener berufsspezifischer Eignung definiert, bezieht sich die Ausbildungsreife auf allgemeine Anforderungen an die Jugendlichen, die für alle Lehrberufe relevant sind, unabhängig von den berufsspezifischen Eigenschaften oder der Vermittelbarkeit.
Inhaltsverzeichnis |
1. Faktoren für eine Ausbildungsreife
1.1 Schulische Basiskenntnisse
Mit schulischen Basiskenntnissen sind die Kenntnisse gemeint, welcher der Jugendliche mit dem Bestehen des für den Beruf benötigten Schulabschlusses hat. Berufsspezifische Kenntnisse sollen von den allgemeinbildenden Schulen nicht vermittelt werden und sind ausdrücklich ausgenommen.
1.2 Arbeits- und Leistungsverhalten
Das Arbeits- und Leistungsverhalten Jugendlicher ist dann ausbildungsreif, wenn der Jugendliche seinem Alter entsprechend auf Arbeits- und Leistungsanforderungen in einer Ausbildung reagieren kann (z.B. Ausdauer, Methodik).
1.3 Sozialverhalten
Das sozialverhalten Jugendlicher ist dann ausbildungsreif, wenn die dem Alter entsprechenden sozialen Fähigkeiten (z.B. Umgangston, Konfliktverhalten) erlernt und ausgeprägt worden sind.
1.4 Physische Merkmale
Ein(e) Jugendliche(r) gilt dann als ausbildungsreif, wenn die für das Alter entsprechenden körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernt und ausgeprägt worden sind (z.B. Koordinationsvermögen, Kraft).
2. Einflussvermögen der Lehrkraft
Auf die Entwicklung des Arbeits- und Leistungsverhalten der Schüler hat die Lehrkraft durch die Gestaltung des Unterrichts einen erheblichen Einfluss. Ein zentraler Aspekt des Arbeitslehreunterrichts sollte demnach stets die Förderung der Leistungsbereitschaft und der Eigenleistung der SchülerInnen sein. Ebenso großen Einfluss hat der Lehrer auf das Sozialverhalten der Jugendlichen. Durch die Wahl seiner Prjekte (Teamwork oder Einzelleistung) kann die Lehrkraft das Sozialverhalten der Lernenden gezielt fördern. Bei der Herausbildung der physischen Merkmale hat die Lehrkraft zwar keinen direkten Einfluss, jedoch ist es möglich die Kenntnis und Einsicht der oder des Jugendlichen über die physischen Eigenschaften zu entwickeln und der oder dem Jugendlichen die Wahl eines geeigneten Ausbildungsberufes zu erleichtern (vgl. berufsspezifische Eignung).
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