Ausbildungsformen im Überblick

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Es gibt verschiedene Wege und Möglichkeiten zu einer Berufsausbildung. Zur besseren Unterscheidung sind die Ausbildungsformen im Folgenden auf einen Blick zusammengefasst.



Inhaltsverzeichnis

Betriebliche Berufsausbildung:

Diesen Weg durch Betrieb und Berufsschule gehen die meisten jungen Leute. Die Ausbildung erfolgt in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen oder nach besonderen Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen. Es gibt zur Zeit etwa 360 anerkannte Ausbildungsberufe. Je nach Beruf dauert die Ausbildung 2 bis 3,5 Jahre. Während dieser Zeit wird vom Betrieb eine Ausbildungsvergütung gezahlt und man ist sozialversichert. Die Abschlussprüfung wird von der zuständigen Kammer abgelegt z.B. von der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer. Bei der Ausbildung sind – je nach Bedarf – verschiedene Hilfen möglich. Zum Beispiel ausbildungsbegleitende Hilfen und Ausbildungserleichterungen.


Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen:

Wenn sich trotz intensiver Bewerbung keine Ausbildungsstelle in einem Betrieb finden lässt, kann eine Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung statt finden. Die Ausbildung erfolgt in anerkannten Ausbildungsberufen oder nach besonderen Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen. Die Ausbildungen finden im dualen System statt: die Fachpraxis in Werkstattbetrieben oder Übungsbüros des jeweiligen Ausbildungszentrums und die Fachtheorie in Berufsschulen. Während der Ausbildung finden mehrwöchige Betriebspraktika statt. Man erhält eine Ausbildungsvergütung und ist sozialversichert. Zur Unterstützung gibt es eine Sozialpädagogische Betreuung und einen Stütz- und Förderunterricht während der Ausbildung.


Schulische Berufsausbildung:

Einige Berufe kann man nur an einer Schule erlernen: Zum Beispiel Berufe im sozialen, pflegerischen, kaufmännischen oder technischen Bereich. Die Schulen heißen meist Fachschule oder Berufsfachschule. Eine schulische Ausbildung dauert je nach Beruf 1 bis 3,5 Jahre und führt zu einem qualifizierten Abschluss. Dabei wird eine Prüfung abgelegt. Die Ausbildung wird meist ergänzt durch Praktika oder auch ein Anerkennungsjahr. Oft werden ein mittlerer Bildungsabschluss und ein Mindestalter von 16, 17 oder 18 Jahren vorausgesetzt. In der Regel ist ein Schulgeld zu zahlen. Beim Besuch von berufsbildenden Schulen kann man eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen.


Überbetriebliche Ausbildung:

In überbetriebliche Werkstätten können die Auszubildenden der Mitgliedsbetriebe an berufsspezifischen Lehrgängen teilnehmen. Die Überbetriebliche Ausbildung fördert und ergänzt die betriebliche Ausbildung. Durch den Einsatz praxisnaher und handlungsorientierter Ausbildungsmethoden erhöht die Überbetriebliche Ausbildung die betriebliche Ausbildungsqualität. Die Lehrgänge dauern etwa drei bis vier Wochen im Jahr und umfassen die volle Arbeitszeit.


Verbundsausbildung:

Die Zusammenarbeit einzelner Betriebe in der Ausbildung nennt man Verbundsausbildung. Die Betriebe des Verbunds ergänzen sich bei der praktischen Berufsausbildung gegenseitig, wenn der Ausbildungsbetrieb bestimmte Ausbildungsinhalte aus bestimmten Gründen nicht vermitteln kann. Dies hat viele Vorteile für den Auszubildenden: Durch die Förderung fachlicher und sozialer Kompetenzen und das Kennenlernen eines breiten Spektrums beruflicher Aufgaben werden Berufliche Mobilität und Flexibilität gefördert.


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Verbundausbildung (abgerufen am 03.07.2008) http://www.ausbildungberufchancen.de(abgerufen am 03.07.2008)

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